Vorschulalter

Problemlösung im Vorschulalter

Die dreijährige Sarah versucht, die Blätter, die sie gesammelt hat, auf einem Blatt Papier darzustellen, aber sie fallen immer wieder ab. Sie erinnert sich, dass ihre Lehrerin den Kleber in einer Plastikflasche benutzt hat, um ein Bild auf das Papier zu kleben. Sarah ist fasziniert von der Erforschung neuer Materialien und beschließt, ihr Problem mit dem Kleber zu lösen. Sarah drückt Leimströme in einen Stapel auf ihrem Papier und drückt dann die Blätter darauf. Wie die meisten Dreijährigen löst sie ein Problem durch Versuch und Irrtum und verlässt sich dabei in erster Linie auf ihre Sinne und nicht auf das Denken. Es kann also mehrere Experimente dauern, bis sie versteht, dass die Blätter nicht ohne weiteres auf dem großen Klebstoffhaufen haften bleiben.

Wenn auf den ersten Blick

ersten Blick

Abenteuerlustige Vierjährige gehen bei ihrer Suche nach Problemlösungen oft voraus. Sie benötigen zwar Hilfe bei der Konzentration auf das eigentliche Problem, sind aber geduldiger als Dreijährige und können verschiedene Lösungen ausprobieren. So kämpfen beispielsweise mehrere Vierjährige damit, ihren Wagen auf dem Spielplatz aus dem Schlamm zu bekommen. Zuerst versuchen sie, ihn zu drücken. Dann versuchen sie, ihn zu ziehen. Wenn diese Methoden den Wagen nicht bewegen können, beschließen sie, die schweren Felsen herauszunehmen und es dann erneut zu versuchen. Typisch für dieses Alter, rühmen sich die Kinder dann, wie stark und welche guten Denker sie sind!

Teamleistungen

Mit ihrem größeren Wortschatz sind die Vierjährigen bereit, miteinander zu verhandeln. Ihre Sprachkenntnisse helfen ihnen bei der Zusammenarbeit und der Entscheidungsfindung in der Gruppe. Mit der Praxis lernen sie, aus mehreren verschiedenen Lösungen zu wählen. Zum Beispiel beschließen einige der Kinder, ein Haus zu bauen. Sie sammeln eine Vielzahl von Materialien – farbige Folie, Wellpappe, Zweige, Löwenzähne, Baumrinde – und entscheiden dann gemeinsam, welche davon verwendet werden sollen. Sie diskutieren ihre Vorhersagen darüber, welches der Materialien funktionieren könnte und wie man sie am besten einsetzt.

Was Sie tun können

Vorschulkinder lernen am besten, wenn sie häufig die Möglichkeit erhalten, Probleme zu lösen, die für sie von Bedeutung sind – solche, die in ihrem Alltag auftreten.
1. Bieten Sie Möglichkeiten für praktische Investitionen. Bieten Sie Kindern interessante Gegenstände zum Erkunden an, wie z.B. Magnete, gefundene Gegenstände und kaputte (aber sichere) Geräte. Drehen Sie Ihre Materialien, um sie frisch und zum Nachdenken anregend zu halten.

2. Fördern Sie kreative und kritische Fähigkeiten, indem Sie Kinder einladen, Gegenstände auf neue und vielfältige Weise zu verwenden: Schnüre aus farbigen Perlen können beispielsweise zu Zügeln für ein Rennpferd, Haare für eine Puppe, Links zum Messen oder Werkzeuge zum Pressen in Ton für Designs werden.

Fördern

3. Fördern Sie die Vorschläge und Lösungen von Kindern. Fördern Sie das Brainstorming, indem Sie offene Fragen stellen: “Was kann man mit einem….?” “Wie viele Möglichkeiten hast du….?” Hören Sie aufmerksam auf die Ideen der Kinder.

4. Ermöglichen Sie es Kindern, ihre eigenen Lösungen zu finden. Biete Hilfe an, wenn sie frustriert sind, aber löse ihre Probleme nicht für sie.

5. Nutzen Sie die Literatur als Sprungbrett. Teile Bücher, die zeigen, wie Charaktere Probleme lösen, wie King of the Playground von Phyllis Naylor und Caps for Sale von Esphyr Slobodkina.

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